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ist ein künstlerisches Forschungsprojekt zum Thema Wochenkrippe in der DDR, konzipiert als Ausstellung in einer Bild-Ton-Text-Collage.

Ausgehend von der politischen Debatte über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in der häufig auf die beispielhafte Struktur der Kinderbetreuung in der DDR verwiesen wird, beleuchten wir einen bislang nahezu vergessenen Bereich – den der Wochenkrippen in der DDR.
Ab der sechsten Lebenswoche bis zum dritten Lebensjahr konnten Säuglinge durchgängig mit Übernachtung von Montag bis Freitag in eine solche staatliche Einrichtung gegeben werden. Bei ihren Familien waren sie ausschließlich an den Wochenenden.

Sophie Linz ist eins dieser Wochenkrippe-Kinder. Gemeinsam mit der visuellen Künstlerin und Fotografin Sina Niemeyer erkunde ich, welche Auswirkungen diese Form der frühkindlichen Fremdbetreuung auf individuelle Biografien hat.

Die Mittel dieses Forschungsprojektes sind künstlerischer Art. In der Zusammenarbeit mit acht weiteren ehemaligen Wochenkrippe-Kindern entsteht aus fotografischen Aufnahmen, collagierten Erinnerungs-Bildern, Tonaufnahmen und Sachtexten eine Collage, die sich sowohl in einer tourfähigen Ausstellung manifestiert als auch auf dieser Website dauerhaft aufbewahrt wird.

Die Ausstellung wird zunächst in der Kunsthalle Rostock gezeigt, mit der ein umfangreiches Begleitprogramm für die Ausstellung konzipiert und künstlerische und wissenschaftliche Aufarbeitung verschränkt wird. Danach wird die Ausstellung im Kunsthaus Raskolnikow in Dresden zu sehen sein. Weitere Orte sollen folgen.

Das Thema Wochenkrippe möchten wir jedoch nicht „nur“ als DDR spezifisches Phänomen beleuchten. Die Rahmenbedingungen frühkindlicher Entwicklung sind ein universales Thema, denn sie berühren den Umgang mit unser aller menschlichen Grundbedürfnissen – Hunger, Schlaf, Pflege, emotionale Zuwendung, motorische und sinnlichen Anreize, Wahrnehmung von Nähe und Abwesenheit.

Mit unseren künstlerischen Mitteln arbeiten wir mit den Wochenkrippe-Kindern an einer Übersetzung ihrer Wahrnehmungen aus dieser Zeit, so dass sie für die Ausstellungsbesucher erfahrbar und in den eigenen Kontext übertragbar werden.
So bauen wir eine Brücke in die Jetztzeit und in die gesamtdeutsche Realität, in der die Frage, wie gute (staatliche) Kinderbetreuung gelingen kann, eine enorm wichtige politische und gesellschaftliche Rolle spielt.

Mit der Kunsthalle Rostock haben wir unser Projekt im August 2021 bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zur Förderung eingereicht, die im Dezember 2021 bewilligt wurde. An der Umsetzung unseres Projekts arbeiten wir im gesamten Jahr 2022.

Die Ausstellung wird vom 5.März bis 30.April 2023 in der Kunsthalle Rostock zu sehen sein.

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